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LISTE DES WELTKULTURERBES DER UNESCO

LUXEMBURG
Luxemburg Stadt : die Altstadtviertel und Festungsanlagen

Früher war diese Stadt einmal eine eindrucksvolle Festung, die von einem französischen Schriftsteller im beginnenden 19. Jahrhundert mal mit Gibraltar verglichen wurde.

Luxemburg – modern, weltoffen und lebendig – ist eine Stadt mit menschlichem Antlitz. Die Spuren der Vergangenheit verschmelzen mit der aktiven Gegenwart. Diese gekonnte Mischung ist Bestandteil der luxemburgischen Identität: ein geschichtsträchtiger Treffpunkt der Kulturen.

Früher war diese Stadt einmal eine eindrucksvolle Festung, die von einem französischen Schriftsteller im beginnenden 19. Jahrhundert mal mit Gibraltar verglichen wurde, welches damals den Ruf einer uneinnehmbaren Feste hatte. Die Festung Luxemburg galt wegen seiner strategischen Lage zwischen dem Königreich Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich seit dem 16. Jahrhundert bis zu seiner Schleifung im Jahre 1867 als einer der wichtigsten festen Plätze Europas.

Bei den Übergängen von einer europäischen Großmacht zur nächsten (die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, das Haus Burgund, die Habsburger, die spanischen und französischen Könige und schließlich die Preußen) wurden die Befestigungen der Stadt Luxemburg immer wieder erweitert und verstärkt. Die größten Baumeister aus allen Teilen Europas – wie beispielsweise Vauban – haben hier ihre Spuren hinterlassen. Heute vermittelt die Festung Luxemburg diese gemeinsame europäische Vergangenheit.

Die Militär- und Zivilbauten innerhalb einer auffallend schönen Umgebung bestimmen den architektonischen Rahmen der Altstadt, die durch ihre Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO im Jahre 1994 Anerkennung fand.

CLERVAUX
THE FAMILY OF MAN


"Eine Darstellung der Menschheit, ein Plädoyer für die Menschheit".

Die Ausstellung "The Family of Man" wird ab dem 27. September 2010 wegen Umbauarbeiten geschlossen sein.

Edward Steichen wurde 1879 in Bivange/Luxemburg geboren. Im Alter von zwei Jahren wanderte er mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten aus. 1895 machte er seine ersten Fotoaufnahmen und erkennt die vielen Möglichkeiten der Fotografie. Ab nun beginnt seine Fotografenkarriere, durch die er bald als Starfotograf für Zeitschriften wie "Vanity Fair" und "Vogue" und als Porträtist zahlreicher Persönlichkeiten weltweit bekannt wird. Während des Zweiten Weltkrieges leitete er die fotografische Abteilung der US-Marine und setzte nach Kriegsende seine Karriere als Werbe- und Theaterfotograf fort.

Als Direktor der Abteilung für Fotografie des Museums für moderne Kunst von New York (MOMA) verwirktlichte er im Alter von 70 Jahren sein grösstes Projekt, die Ausstellung "The Family of Man". Darstellung der ganzen Menschheit über alle nationalen, religiösen und ideologischen Grenzen hinweg, zeig diese Austellung das Leben von allen Seiten. Die Menschheit wird durch 37 Themen, wie die Geburt, die Familie, die Erziehung, der Krieg und der Tod dargestellt.

Von über zwei Millionen Fotos wurden nur 503 endgültig in die Ausstellung aufgenommen. Hierbei handelt es sich um Fotos aus 68 verschiedenen Ländern, die sowohl die Werke von weltbekannten Fotografen als auch von Unbekannten sind. Seit der Premiere im Jahre 1955 in New York übertrifft die Besucherzahl von "The Family of Man" sämtliche Rekorde. Die Ausstellung war in sechs Versionen in 69 Ländern zu besichtigen und zog im ganzen mehr als neun Millionen Besucher an. 1966  beantragt Edward Steichen bei den amerikanischen Verantwortlichen die definitive Einrichtung der "Family of Man" in Luxemburg.

"The Family of Man" wurde 2004 von der UNESCO in die Liste "Gedächtnis der Menschheit" aufgenommen.

ECHTERNACH
DIE SPRINGPROZESSION

Echternach, dessen Name bereits durch seine vom Hl. Willibrord (698) gegründete Benediktinerabtei zur Berühmtheit wurde und dessen Buchmalereischule ihr zu einer kulturellen Blütezeit im Mittelalter verhalf, erlangte dank seiner Springprozession Weltruf.

Jedes Jahr am Pfingstdienstag treffen Tausende von Pilgern und Schaulustigen ein, um an diesem einzigartigen kulturellen Phänomen zu Ehren des Abteigründers teilzunehmen. Das Besondere an dieser Prozession besteht darin, den ganzen Körper in das Gebet mit einzubringen: das Springen zum Rhythmus einer nimmer enden wollenden, polkaähnlichen Melodie ist ein einzigartiger Ausdruck der christlichen Freude.

Heutzutage beteiligen sich 12-14.000 Pilger, darunter 8-9.000 Springer, an dieser Prozession welche zum Herzen der Abteistadt führt, dem Grabmal des heiligen Schutzpatrons in der Krypta der päpstlichen Basilika.

Das Abteimuseum, das Informations- und Dokumentationszentrum über die Springprozession, dessen Ursprünge im Dunkeln liegen, und das Steinmuseum stellen weitere Besonderheiten des Abteistädtchens dar.

ONT Luxembourg - Landesverkehrsamt Luxemburg