Die Ausstellung "The Family of Man" wird ab dem 27. September 2010 wegen Umbauarbeiten geschlossen sein.Dieser Fotografiesammlung, die vom in Luxemburg geborenen Edward Steichen, seiner Zeit Direktor des MoMA in New York, zusammengetragen wurde, und von der UNESCO im Jahre 2003 in die Liste "Memory of the World" eingetragen wurde, verdankt der Burgflecken Clervaux sein Status als "Cité de l'Image".
Um diese Ausstellung auf die Beine zu setzen, machte Steichen einen Aufruf an Fotografen aus aller Welt, ob Profis oder Amateure, ob berühmte oder dem Publikum bisher unbekannte Namen. Unter den rund 2 Millionen Einsendungen aus allen Erdteilen, hat sein Team in einer ersten Phase deren 10.000 ausgewählt, um schlussendlich 503 Fotos von 273 Autoren aus 68 Ländern zurück zu behalten. In 37 Themen unterteilt, stellen diese „The Family of Man“ vor, von der Liebe über die Geburt, die Arbeit, die Familie, die Erziehung, die Kinder, den Krieg und den Frieden … bis hin zum Glauben an den Menschen.
Die Ausstellung wurde als "das bisher gröβte fotografische Projekt" bezeichnet. Ein groβes Unterfangen mit kulturellen und künstlerischen Dimensionen, die fortan einen bedeutenden Einfluss auf die Organisatoren von Ausstellungen hatte, die beim breiten Publikum das Interesse an der Fotografie weckte, und die überzeugend eine sowohl mutige als zuweilen provokante, humanistische Botschaft übermittelt hat. Die Ausstellung wurde zu einer Ikone in der Geschichte der Fotografie.
Sie wich von den traditionellen Konzeptionen von Ausstellungen ab und kann als Zeugnis einer ganzen Epoche angesehen werden, die Epoche des Kalten Krieges und des McCarthysmus, als die Hoffnungen und Wünsche von Millionen Menschen rund um den Erdball sich um den Frieden drehten.